Ein Moorbeet gestalten



Viele sehen bei der Kultivierung von Fleischfressenden Pflanzen ein Terrarium vor sich, aber es muss gar nicht so kompliziert sein. Es gibt viele Karnivoren, die lieber im Freien (zumindest vom Frühling bis Herbst), im Garten oder auf dem Balkon stehen. Im Garten in einem Moorbeet zum Beispiel finden sie optimale Wachstumsbedingungen vor.

Für ein fachgerechtes Anlegen eines Moorbeetes ist die Platzwahl das A und O. Der ausgewählte Platz sollte mindestens (lieber noch mehr) fünf Stunden der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Sollen jedoch auch Karnivoren einen Platz im Moorbeet finden, welche nicht ganz soviel Sonne vertragen, dann muss dies natürlich auch eingeplant werden. Mit einer Bepflanzung von Schatten spenden Pflanzen in der Umgebung des Moorbeetes sollte dies kein Problem darstellen.

Ist ein passender Platz gefunden und die Größe und Form des Moorbeetes auch klar, dann kann es ans Ausschachten gehen. Die ausgehobene Grube sollte mindestens 30 cm tief sein.

Erfahrungsgemäß hat sich Teichfolie für die Auskleidung, des Moorbeetes bewährt. Das Einsetzen einer Teichwanne aus Kunststoff ist jedoch auch möglich.

Beim Verwenden der Teichfolie sollte diese die Grube komplett auskleiden. Am besten die Folie ragt noch großzügig über den Rand hinaus. So kann die Folie beim Einfüllen der Erde und des Wassers noch nachrutschen.

Um Beschädigungen an der Folie zu vermeiden, könnte man die Grube vorerst noch mit einer Filzmatte auslegen. Aus unserer Erfahrung jedoch, sind die Beschädigungen, falls diese auftreten, so minimal, dass diese vernachlässigbar sind.

Bei starken Niederschlägen, kann es natürlich zu einer Überschwemmung des Moorbeetes kommen. Um dem vorzubeugen sollte man ein kleines Dränageloch auf halber Höhe installieren. So kann sich die gewollte Staunässe im Moorbeet ansammeln und bei zuviel Nässe das überschüssige Regenwasser abfließen.

Um immer genug Stauwasser im Moorbeet zu halten, lohnt es sich umgedrehte Blumentöpfe einzusetzen. Diese schaffen genug Hohlräume in denen sich das Wasser dann zusätzlich sammeln kann.

Soll das Moorbeet auch Wasserpflanzen beheimaten, so kann an der betreffenden Stelle ein Eimer oder ein ähnliches stabiles Gefäß platziert werden, welches dann nur vom Substrat umrandet wird.

Schließlich wird die Grube nun mit den angemischten Substrat befüllt und gut bewässert, damit das Substrat sich vollsaugt und einen moorähnlichen Untergrund für die Pflanzen bildet.